Wer die neueste Wahlkampfzeitung der Radevormwalder SPD (Mittendrin 08/09) in Händen hält, glaubt zunächst, die SPD hätte zum Thema „Wupperbrücke“ ihre Auffassung geändert, titelt sie doch auf der ersten Seite: „Wupperaner müssen die Suppe auslöffeln!“
Liest man den Artikel, beschleicht einen recht schnell die Enttäuschung. Der Wupperbrücken-Neubau wird nicht infrage gestellt. Auch die Belastungen, die mit der Baumaßnahme auf die Anwohner zukommt, wird letztlich nicht bedauert. Bedauerlich ist in Augen der SPD allein der „verspätete“ Baubeginn, der allein durch die Ablehnung des Haushaltes durch die CDU im März zustande gekommen sein soll. Zugestanden: Die Ablehnung vonseiten der CDU war letztlich nicht gewollt. Sie wollte den Haushalt zum großen Wahlkampfthema machen, ohne wirklich substanziell Alternativen vorschlagen zu können. So weit so schlecht! Aber gerade deshalb muss noch einmal die SPD an einige Fakten erinnert werden.
Die Anwohner müssen die Belastungen des Neubaus – insbesondere auch des späten Baubeginns - tragen, weil

Vor einigen Tagen erreicht uns dann noch die Einschätzung eines Spediteurs, der sich geweigert hatte, mit 40t-Lkws das Wülfinggelände anzufahren. Seine Aussagen können so zusammengefasst werden:

Wer mit großen Fahrzeugen auf das Wülfinggelände fährt, kann nicht nach rechts abbiegen sondern nur nach links! Hier ist die Straße aber überaus schmal. Wenden ist gänzlich unmöglich. Außerdem sollte nicht versucht werden, die gesamte Werkstraße mit schweren Lkws zu befahren, weil unter einem Teil dieser Straße das Gewölbe des Grabens verläuft. Wie tragfähig dieses Gewölbe ist, weiß niemand! (Wenn Sie mehr zur Entwicklungsgeschichte des Wupperbrückenbauwerks von einem nicht politisch gebundenen Bürger lesen möchten, besuchen Sie bitte den folgenden Block!

Was folgt daraus?
Der Brückenneubau löst keine Probleme, sondern schafft neue! Streng genommen handelt es sich um einen „Werbegag“ zugunsten des privaten Investors. Schade um die Steuermillionen! In diesem Zusammenhang sei noch einmal an die Zufahrt am Wuppermarkt erinnert. Hier ist von Rat und Verwaltung gefordert worden, dass der private Investor (Fa. Kiefer & Zehner) die Erschließung des Wuppermarktgeländes durch eine Stichstraße von der Ülfe-Wuppertalstraße aus selbst finanzieren muss! (Manchen gibts der Herr im Schlaf - anderen leider nicht!) Und ähnlich wie im Fall „life-ness“: Außer der Alternativen Liste legt niemand den Finger in die Wunde! Unsere Anträge, die jetzige Planung von der Tagesordnung zu nehmen, wurde von allen Ratsparteien abgelehnt!!!