Ende 2008 war es noch die UWG, die, nachdem sie sich von dem Konzept einer „großen“ Sanierung verabschiedet hatte, den Antrag zur Finanzierung der Brandschutzmaßnahmen und einer „kleinen“ Sanierung einbrachte und dafür auch die Mehrheit von Bürgermeister, SPD und AL erhielt. Nun sind wir kaum 6 Monate weiter und es gilt nichts mehr von dieser Zusage!
Die UWG gab nun zum ersten Mal bekannt, dass sie der Auffassung ist, dass Radevormwald eine Grundschule zu viel besitzt und sich die Schließung einer Schule nicht vermeiden lasse. Deshalb dürfe man die „kleine Sanierung einschließlich der Brandschutzmaßnahmen“ nicht aus den Mitteln des Konjunkturpaktes II finanzieren! Eine Sanierung und eine Bestandssicherung bis 2016 stelle eine unangemessene Bevorzugung der Grundschule Blumenstraße dar, so der Fraktionsvorsitzender Hasselhof und der Bürgermeister Korsten.
Merkwürdig nur, dass die in Jahren aufgebaute einseitige Benachteiligung der GGS Blumenstraße keine Gewissensbisse verursacht hat. Nach dem Bestandsbeschluss des Rates von 2006 wurde für die Lindenbaumschule, die nach Aussagen der Verwaltung vor diesem Beschluss gar kein Raumproblem besaß, zügig ein Spielhaus errichtet. In Bergerhof entstand ein Anbau! In der Blumenstraße passierte nichts! Nicht, dass wir falsch verstanden werden, wir wollen nicht die Schulen gegeneinander in Stellung bringen, aber es gehört zur Redlichkeit innerhalb der Diskussion zur Kenntnis zu nehmen, dass es seit Jahren eine Schule gibt, die beständig benachteiligt wurde: die Blumenstraße.
Aber, typisch für die UWG: Kaum hatte der Fraktionsvorsitzende Hasselhof die Blumenstraße fallen gelassen, wollte er gleichzeitig eine Lanze für diese Schule brechen, indem er forderte, die vorgesehenen Baumaßnahmen müssten aus dem Haushalt des Jahres 2010 finanziert werden! Ist das Geld des Jahres 2010 weniger nachhaltig anzulegen als das des Jahres 2009? Können wir es uns leisten in 2010 Geld für die Blumenstraße in die Hand zu nehmen, um dann in 2012 den Schließungsbeschluss zu fassen? Wer die Blumenstraße will, hätte hier und jetzt ihr eine Bestandsgarantie geben müssen! Wer das im Jahre 2009 nicht kann, will sie offensichtlich auch über das Jahr 2012 nicht erhalten! Alles andere ist der Versuch den Bürger und Wähler in die Irre zu führen!
Die Zukunftsaussichten für die Blumenstraße haben sich nach dieser Ratssitzung deutlich verschlechtert. Es sei denn, der Rat würde sich nach der Wahl in einer deutlich anderen Zusammensetzung präsentieren!